“Antiterror”-Dokumente schüren weiter Panik gegen Iran
15. Juni 2008 | 19:01 | Autor: Patrick
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Die britische Tageszeitung “The Independent on Sunday” fand nun nach eigenen Angaben extrem vertrauliche Dokumente der britischen Regierung, die sogenannte “Anti-Terror”-Maßnahmen betreffen, in einem öffentlichen Zug. Die Papiere wurden zwar wieder an die Regierung zurückgegeben und Details wolle man nicht preisgeben, jedoch sind die groben Fakten an die Öffentlichkeit gelangt.

Geheime Reigerungsdokumente mit Details zu den Taktiken des Vereinigten Königreichs bezüglich der Bekämpfung der Finanzierung globalen Terrorismuses, Drogenhandel und Geldwäsche wurden auf einem Londoner Zug gefunden.
Die Dokumente beinhalten laut der “Independent” Details, wie der Iran durch die Mitgliedschaft in der sich der Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche verschriebenen Financial Action Task Force (FATF) Bankensysteme manipuliert könne, um finanzielle Unterstützung für illegale Massenvernichtungswaffen zu erlangen. Anzumerken ist, dass alle 34 Staaten Mitglied dieser Task Force sind, darunter auch Großbritannien.
Dieses Versehen, hochgesicherte Unterlagen in öffentlichen Bereichen zu vergessen, ist übrigens kein Einzelfall. 2000 wurde ein Notebook von Minister John Spellar gestohlen. Die beiden roten Boxen mit Daten zu Großbritanniens Nukleargeheimnissen hat der Einbrecher glücklicherweise übersehen.
Im gleichen Jahr vergaß ein MI6-Agent ein Notebook in einem Taxi, nachdem er in einer Bar zu viel gehoben hatte. Ein weiterer wurde geklaut als er den Laptop abstellte, um ein U-Bahn-Ticket zu kaufen. Ein Laptop der Armee mit Daten von 500 Personen wurden 2005 aus dem Rekrutierungsbüro in Edinburgh gestohlen. Der Royal Navy wurde in Manchester 2006 ein weiteres Notebook gestohlen.
Im Januar 2008 verschwand ein Laptop mit den Daten von 600.000 an dem Beitritt bei der Armee interessierten Personen. Das britische Verteidigungsministerium reagierte nun endlich und untesagte ihrem Personal unentschlüsselte Daten mit nach Hause zu nehmen.
Der wohl peinlichste Vorfall ereignete sich im April: Einem Captain der Army wurde ein Laptop unter einem Tisch des McDonalds Nahe dem Verteidigungsministerium raus geklaut. Letzte Woche wurden zudem geheime Dateien betreffend einer Bedrohung durch Al-Kaida in einem weiteren öffentlichen Zug gefunden.
Quelle: Independent on Sunday


