Brasiliens Atom-U-Boot und seine Gründe
14. Juni 2008 | 13:12 | Autor: Patrick
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Von den Massenmedien wohl “übersehen” hat sich Brasiliens Präsident Lula da Silva bereits vor einer Woche über seine Pläne bezüglich des Baus eines Atom-U-Boots geäußert. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die über Atomwaffen verfügen (Israel, USA um nur wenige Beispiele zu nennen), werde man das U-Boot nur zu Verteidigungszwecken und nicht als aktive Kriegswaffe gegen andere Länder nutzen.

Demnach werde man das erst kürzlich vor der Küste Brasiliens entdeckte Erdölfeld (Spiegel Online dazu) laut Verteidigungsminister Nelson Jobim verteidigen wollen. Das atomare U-Boot soll “große Abschreckkraft” besitzen, damit die Ölfelder nicht in die falschen Hände gerieten.
Eine interessante Tatsache gibt es laut dem Politblog in der Beziehung zwischen Brasilien und der Internationalen Atomorganisation (IAEO).
Als 2004 eine Delegation der IAEO diese Technik der Urananreicherung Brasiliens inspektionieren wollte wurde ihr der Zugang dazu teilweise verweigert, auchmit der Begründung man würde keine dadurch mögliche industrielle Spionage zulassen. Auf den Vorwurf hin, man wäre dadurch ein schlechtes Beispiel für Nordkorea oder den Iran, hieß es: “Quatsch, wenn man ein gutes Beispiel geben will sollte man bei Israel anfangen, von dem man doch wüsste dass es ein Arsenal an Bomben hat”.
Wir können gespannt sein, ob und wie die USA auf diese Vorfälle reagiert. Schließlich könnte man so Brasilien als unkontrollierte Atommacht darstellen, wie sie es schon mit dem Iran getan haben.


