Israel terrorisiert Palästinenser
13. Juni 2008 | 03:56 | Autor: Patrick
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Stellt euch einmal vor, dass es ein Land gibt, das unaufhörlich die Menschen bestimmter Herkunft terrorisieren, deren Land einnehmen und Besitztümer mutwillig zerstören. Dann kommen die mächtigsten Männer der Welt und meinen, sie würden den Unterdrückten helfen und ihnen sogar einen eigenen Staat geben. Nur dumm, dass der terrorisierende Staat die Kosten des Wahlkampfes der mächtigen Männer bezahlt und man somit zweigleisig fahren muss. Einmal für den Geldgeber und einmal für die eigene Bevölkerung, die das Leid auch sieht und immer wieder hofft, die eigene Regierung, die einen großen Einfluss auf die Region hat, werde helfen.

Das ist leider keine Vorstellung, sondern bittere Wahrheit. Palästinenser werden schon seit Jahrzehnten von Israelis unterdrückt, ausgeraubt, vetrieben und wahllos erschossen. Die Geschichten reichen von harmloseren Aussagen wie “verschwinde oder ich bringe dein Vieh um”, über Zerstörung von Häusern bis hin zur wahllosen Bekämpfung und Ermordung unschuldiger Zivilisten. Im folgenden Beweisvideo des britischen Senders BBC sieht man gut, wie eine 58-jährige Frau einfach von vermummten Israelis niedergeknüppelt wird, nur weil sie zusammen mit ihrem Mann nicht ihr rechtmäßiges eigenes Stück Land verlassen wollte. Doch was bedeutet schon Recht in einem Staat, der mit dem größten Menschenrechtswiedersacherland zutiefst verbunden ist - den Vereinigten Staaten von Amerika.
Auch palästinensische Medien berichten vornehmlich über die Unterdrückung. Palästinensische Kinder wachsen ohne Wasser, Essen, Schulbildung und Strom auf. Schafe, die wohl am häufigsten anzutreffenden Nutztiere in der Region, werden wahllos erschossen. Beispielsweise ein Junge versteckte sich vor den israelischen Soldaten in der Schafsherde seiner Eltern. Der Soldat feuerte einfach auf jedes Objekt, hinter dem sich der Junge versteckte, egal ob Stein, Baum oder Schaf.
Nun will ich natürlich auch noch darauf eingehen, warum die USA etwas an der Situation ändern kann, ja sogar muss. Israel ist ein enger Partner der USA. Das beginnt mit “Sicherheitsabkommen” bezüglich der angeblichen Bedrohung durch den Iran, geht über die finanzielle Unterstützung der USA gegenüber Israel (erst kürzlich versprach Obama mehrere Milliarden Dollar, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten) bis hin zu Wahlkampfgeldern, die AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) an jeden US-Präsidentschaftskandidaten zahlt und dadurch die willenlose und bedingungslose Unterstützung derer erhält.
Die Hamas fordern, dass Israel sich nur auf die ursprünglichen Grenzen vor 1967 zurückziehen müsse, dann werden man die Waffen beiseite legen und Frieden stiften. Damals marschierte Israel illegal gen Jerusalem und nahm jenes ein. Doch das wird immer wieder leicht unter den Tisch gekehrt. Jerusalem gilt ja als Ursprung des Judentums (dass es auch Ursprung des Christentums und eigentlich jeder Religion ist, ist ja egal…), die Hamas als skrupellose Terroristen (vermutlich mit Verbindungen zu Al-CIAda… ich meine Al-Kaida) und die Palästinenser als völlig juden- und israelfeindlich (ja sogar Schulbücher sollen dafür eingesetzt werden, würde Israel ja niemals machen…).
Wenn die USA wirklich einen “Krieg gegen den Terror” kämpfen würden, hätte sie sich längst von Israel abgewandt. Oder sollte solche Gewalt etwa als vorbildliches Verhalten gelten?


